Spielbericht Kreisliga B 4. Spieltag SV Deckenpfronn II – TSV Hildrizhausen 2:3

Gegen das neu formierte Team des TSV Hildrizhausen zog der SVD II am vergangenen Sonntag mit 2:3 knapp den Kürzeren. Letztes Jahr wurde der TSV nur Vorletzter in der Liga. Mit neuem Trainer und einigen neuen Spielern kamen die Hildrizhausener um den Ex-SVDler Jan Modjesch ins H&B-Fußballzentrum und machten von Beginn an deutlich, dass sie hier drei Punkte mitnehmen wollten. Der SVD II bekam die Bälle nicht richtig hinten raus und konnte in der ersatzgeschwächten Offensive kaum für Entlastung sorgen. Das 0:1 fiel nach einem Eckball als Urlaubsrückkehrer Michael Stöffler im Tor neben den Ball langte und die Kugel von einem gegnerischen Spieler ins Tor abprallte (16.). Der SVD II war wie von der Rolle und in der Folge drückten die Gäste aufs zweite Tor. Nachdem er bereits einmal freistehend gescheitert war, traf Jan Modjesch gegen seine ehemaligen Mitspieler zum 0:2 (28.). Ein langer Ball genügte und der 26-jährige traf sehenswert per Lupfer für seinen Heimatverein. Dafür gabs danach von Mike Bauer auf die Socken. „Da geht er ganz schön rein“, schnaufte Modjesch in der Pause. Verletzte gab es jedoch keine.
„Das war die bisher schlechteste Halbzeit diese Saison“, musste Co-Trainer Patrick Wolf zähneknirschend erkennen. „In der Pause habe ich die Jungs nochmal eingestellt.“ Er musste an diesem Sonntag seine beiden Trainerkollegen Timo Braun und Manuel Neubert allein vertreten und im zweiten Durchgang lief es dann besser. Bauer war nach einem Standard zur Stelle und drosch den Ball nach Vorlage von Max Christmann wuchtig ins Gäste-Tor (48.). In die Deckenpfronner Drangphase hinein gelang den Gästen jedoch das 1:3. Fabian Bruckner war sein Gegenspieler entwischt und dieser versenkte den Ball per Direktabnahme unhaltbar für Stöffler (68.). Doch der SVD berappelte sich und gab sich nicht auf. Auf Grund des personellen Engpasses wurde kurzerhand Ronny Reifenstein, der Mannschaftsbetreuer des Bezirksliga-Teams, als Wechselspieler akquiriert. Direkt war zu sehen, dass der 37-jährige bereits höherklassig Fußball gespielt hat und mit ihm entfachte der SVD II Gefahr vor dem Hausener Tor. Erneut war ein Standard der Ausgangspunkt für den Deckenpfronner Treffer. Der Abpraller einer Freistoßflanke landete bei Reifenstein, der dank seiner Größe keine Mühe hatte, den Ball zum 2:3 einzuköpfen (78.). Die Schlussphase wurde nochmal heiß und Patrick Wolf stellte um auf Dreierkette. Der SVD II warf alles nach vorne, aber kam nicht mehr zu Ausgleich. Gleichzeitig hatte man Glück, dass die Chancenverwertung der Gäste äußerst schlecht war, sodass bis zum Abpfiff ein Punktgewinn drin gewesen wäre. Dass es diesen nicht gab, lag jedoch nicht an den zweiten 45 Minuten. „Wir haben heute das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, analysierte Patrick Wolf. „Das ist kein Beinbruch, aber wir müssen nächste Woche von Beginn an Gas geben, damit wir nicht wieder mit leeren Händen dastehen.“