Lange geführt und am Ende mit leeren Händen nach Hause gefahren. Beim Bezirksliga-Meister aus 2024 musste sich das Deckenpfronner Team nach 90 intensiven Minuten nur knapp geschlagen geben. Die spielstarken Hausherren sind kürzlich aus der Landesliga abgestiegen und wollen dorthin auch wieder zurück. Gegen das etwas ersatzgeschwächte SVD-Team war der Ball vom Anpfiff weg in den Reihen der Gastgeber. Deckenpfronn lauerte auf Chancen und hatte zu Beginn des Spiels auch die besseren. Co-Spielertrainer Timo Schwarz scheiterte nur knapp. Danach war SVD-Kapitän Marvin Wolf nach einer Ecke des anderen Co-Spielertrainers Alexander Wetsch genau im richtigen Moment eingelaufen. Im Sprung drückte er den Ball mit der Innenseite zur Führung über die Linie (10.). Weitere zehn Minuten später hatte er die Gelegenheit auf seinen zweiten Treffer. Nach Vorlage von Niklas Wunsch verpasste er diesen jedoch aus spitzem Winkel nur um Haaresbreite. Auf der anderen Seite wurde Lars Pfeifer zu einer Glanzparade gezwungen und der SVD spielte mit der Führung im Rücken abwartend. Das Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit kaum, nur dass Plattenhardt mit zunehmender Spielzeit den Druck erhöhte und frische Kräfte von der Bank brachte. Das war auf Seiten des SVD auf Grund der angespannten Personalsituation eher schwierig. Die Deckenpfronner liefen deshalb meist nur hinterher und machte das Spielfeld eng. Torabschlüsse, wie der scharf getretene Freistoß aus 25 Metern von Timo Schwarz in der 64. Minute, waren lange Zeit Mangelware. Auch die Gastgeber waren nach einem Freistoß gefährlich und ein Raunen ging um den Sportplatz als der Ball nur knapp am Tor von Lars Pfeifer vorbei ging. Kurze Zeit später jedoch wurde im Lager des TSVgg Plattenhardt gejubelt. Bei einer flachen Hereingabe musste der TSV-Stürmer nur den Fuß hinhalten und erzielte den Ausgleich (69.). Nach dem Gegentreffer war der SVD offensiv komplett abgemeldet und es war Lars Pfeifer zu verdanken, dass es lange Zeit Unentschieden stand. Beim Gegentor zum 2:1 war dann auch er machtlos (88.). Aus spitzem Winkel versenkte der TSV-Stürmer den Ball über den Innenpfosten im Tor. Darauf hatte der SVD keine Antwort mehr. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, trauerte SVD-Trainer Alex Thies vor allem den zwei vergebenen Großchancen in der ersten Halbzeit nach. „In der zweiten Halbzeit war Plattenhardt spielbestimmend und wir haben kaum noch für Entlastung sorgen können.“
Nach fünf Spielen steht der SVD in der Bezirksliga auf Platz elf und hat fünf Punkte gesammelt – genauso viele wie der nächste Gegner SV Vahingen. Dort wird auch wieder Tobias Wick mit dabei sein, der sein Comeback nach Kreuzbandriss in Plattenhardt feiern konnte.