SVD-Trainer Alex Thies war frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt und durfte sich direkt über einen Sieg seines Teams freuen. „Wenn man sieht, dass die Mannschaft auch ohne einen hart arbeitet, dann kommt man doch gerne wieder auf den Sportplatz“, sagte der sichtlich entspannte SVD-Coach.
Weniger entspannt war dafür sein Stürmer Matthias Mergel. Nach einem Ellenbogenschlag seines Gegners blutete der 21-jährige im Mund und beschwerte sich beim Schiedsrichter lautstark. Dieser gab ihm daraufhin gelb. Nach diesem ersten Aufreger sorgte Co-Spielertrainer Timo Schwarz für entspanntere Gemüter, denn er besorgte die frühe SVD-Führung (8.). Deckenpfronn hatte das Spiel gegen das Team aus der Kreisliga A voll und ganz im Griff und es war nur eine Frage der Zeit, bis der zweite Deckenpfronner Treffer fallen sollte. Doch die SVDler ließen Chance um Chance liegen und der TVA kam nach einem glücklichen Eckball zum Ausgleich (23.). Keine zwei Minuten später fiel dann aber der zweite Treffer. SVD-Kapitän Marvin Wolf brachte seine Mannschaft wieder in Führung (24.).
Danach folgte die kurioseste Szene des Tages: Matthias Mergel jagte seinem Gegenspieler hinterher und trat ihm dabei versehentlich auf die Ferse. Der Schiedsrichter zögerte mit seinem Pfiff, doch Mergel selbst merkte sofort, dass es ein Foul war und entschuldigte sich beim Gegner. Der Unparteiische griff jedoch ohne zu Zögern in die Tasche und zeigte Mergel die zweite gelbe Karte. Großes Unverständnis bei allen Akteuren, woraufhin der Altdorfer Trainer Timo Gmoser den Schiedsrichter dazu aufforderte den Spieler doch auf dem Platz zu lassen. Dieser ließ sich daraufhin umstimmen, was zu anerkennendem Applaus bei den rund 70 Zuschauern führte. So geht echtes Fair-Play!
Nebst einer Unterbrechung wegen Gewitter wurde dann auch noch weiter Fußball gespielt. Alexander Wetsch (34.) und Nick Gräsle besorgten die Tore (52.), während Urlaubsrückkehrer Niklas Wunsch vier gute Möglichkeiten liegen ließ. Doch auch ohne seine Tore konnte der SVD sich über den Testspielsieg freuen. „Ich heb mir die Tore für die Runde auf“, begründete Wunsch seine Fehlschüsse, während er sich einen großen Schluck hopfenhaltiges Zielwasser genehmigte und gemeinsam mit seinen Kameraden den Sonntag ausklingen ließ.