Aus ist der Traum vom Pokalfinale. Mit einer zu passiven Leistung war im Viertelfinal-Derby gegen die junge Mannschaft des VfL Herrenberg nichts zu holen. Vor knapp 200 Zuschauern legte der SVD gut los und sorgte dafür, dass sich trotz eisiger Temperaturen ein heißer Pokalfight entwickelte. Beide Teams agierten häufig mit langen Bällen, doch die der Gastgeber waren meist zu ungenau. Die Gäste aus der Gäustadt versuchten sich zunächst mit Distanzschüssen und griffen über die rechte Deckenpfronner Abwehrseite an, wo Nick Gräsle den verletzten Tim Paulus vertrat. Der VfL hatte in der 37ten Minute die besten Abschlüsse nach einem Freistoß aus dem Halbfeld. Ansonsten waren die Herrenberger Eckbälle und Standards gefährlich, konnten jedoch von SVD-Torwart Louis Schneider und seinen Abwehrkollegen entschärft werden.
Die beste SVD-Chance gab es ebenfalls nach einem Eckball. Der Kopfball von Niklas Wunsch ging knapp vorbei. Alex Thies war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden. Er forderte mehr vor allem was die Zweikampfführung anbelangte.
Doch auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war der VfL Herrenberg am Drücker. Schließlich gab es einen vermeidbaren Eckball nach einem Querschläger von SVD-Linksverteidiger Ilias Patridas. Louis Mehl kam seinem Gegenspieler nicht hinterher und dieser köpfte zum 0:1 ein (55.).
Nach dem Tor blieb der VfL gefährlich und hatte Chancen im Minutentakt. Die jungen Herrenberger wussten diese jedoch nicht konsequent genug zu nutzen beziehungsweise scheiterten am starken Schneider im SVD-Tor. Alex Thies reagierte und brachte mit Matthias Mergel Tempo für die Außenbahn sowie mit Timo Braun Erfahrung und Kopfballstärke für den Sturm. Dafür beorderte er Co-Spielertrainer Timo Schwarz ins zentrale Mittelfeld. Der SVD war bemüht und in der 82. Minute dem Ausgleich nahe. Nach einem Freistoß flipperte der Ball durch den Herrenberger Strafraum, doch kein Deckenpfronner bekam den Ball aufs Tor. Stattdessen lief der SVD in einen Konter, den Schneider gerade noch so parieren konnte. Weitere lange Bälle flogen Richtung VfL-Tor, doch so richtig gefährlich wurde es nie. Die besseren Chancen verbuchte weiterhin Herrenberg. Nach einem Freistoß landete der Ball auf der Latte und es ging ein Raunen um (86.). Die Schlussphase war hitzig und der SVD warf alles nach vorne. Dafür gabs die bittere Quittung in der 90. Minute. Ein weiterer Herrenberger Konter führte zum 0:2 und die Köpfe gingen nach unten. Louis Schneider konnte sich in einer weitere 1:1-Situation zwar nochmals auszeichnen, doch beim dritten Herrenberg Treffer durch den Deckenpfronner Colin Kugel war er machtlos (90.+5). Zu allem Überfluss musste SVD-Kapitän Marvin Wolf kurz vor Schluss noch einen üblen Tritt hinnehmen. Nach dem Abpfiff durften er und seine Mannschaft sich die „Derbysieger“-Gesänge der Herrenberger anhören.

