Schier unaufhaltsam geht die Siegesserie des SV Deckenpfronn in der Bezirksliga weiter. Auch Rivale SV Rohrau war kein Stolperstein, stellte die Jungs von Alex Thies allerdings auf die Probe. Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Das erste Tor machten die Gastgeber. Einen harmlosen Freistoß ließ SVD-Keeper Lars Pfeifer nur nach vorne abprallen, wo ein Rohrauer goldrichtig stand und zur frühen SVR-Führung traf (8.). Der SVD berappelte sich kurz und war dann voll im Spiel drin. Mehrere Abschlüsse gingen nur knapp am SVR-Tor vorbei und der SVD war dem Ausgleich nahe. Immer wieder lauerten die Deckenpfronner auf Fehler und wurden schließlich dafür belohnt. Matthias Mergel luchste seinem Gegenspieler den Ball ab und lief die Linie hinunter. Sein Querpass fand Niklas Wunsch und der SVD-Torjäger ließ sich nicht zwei Mal bitten. Ganz lässig schob er mit seinem rechten Fuß zum Ausgleich ein (38.).
Doch der SV Rohrau hatte noch einen im Köcher. Kurz vor der Halbzeit lief der SVD nach einem eigenen Freistoß in einen Konter. Außenverteidiger Ilias Patridas verteidigte clever, doch der Schiedsrichter ließ den harten Körpereinsatz des Rohrauer Spielers durchgehen. Ein Querpass und der Rohrauer Stürmer schob den Ball zwischen den Hosenträger von Pfeifer durch (45.+1.). 1:2 zur Pause aus Sicht des SVD.
Es dauerte nicht lange im zweiten Durchgang ehe dieser Rückstand egalisiert werden konnte. Es rollte der erste Angriff über die linke Seite. Timo Schwarz flankte einem Rohrauer an den Arm und der Schiedsrichter gab Elfmeter. Eine Sache für Noah Kimmerle. Der 24-jährige verzögerte kurz seinen Anlauf und schob dann rechts ein (47.).
Der SV Deckenpfronn war nun die aktivere Mannschaft und legte nochmals eine Schippe drauf, während Rohrau oftmals einen Schritt zu spät kam. Nach einem Rohrauer Eckball gings schnell nach vorne. Niklas Wunsch hatte den Kopf oben und bediente diesmal seinen Sturmpartner Mergel. Dieser hatte keine Mühe den Ball ins Tor einzuschieben (58.). 3:2 für den SVD und nun war Rohrau wieder gefordert. Ein kurzer Regenschauer sorgte dafür, dass der Ball auf dem Kunstrasenplatz immer schneller wurde. Schließlich sorgte Co-Spielertrainer Alexander Wetsch mit einem Traumtor für die Entscheidung. Timo Schwarz setzte sich auf der rechten Seite durch und flanke in die Mitte.
Der kleingewachsene Wetsch wäre niemals mit dem Kopf an den Ball gekommen, deshalb schraubte sich das Kraftpaket in die Höhe und versenkte den Ball mit einem Fallrückzieher im Tor (79.). „Was eine geile Bude von Alex“, war sein Namensvetter auf der Trainerbank voller Freude. Danach stand Lars Pfeifer im Mittelpunkt. Der 20-jährige wehrte die wütenden SVR-Angriffe ab und ließ nichts mehr zu. Dadurch hatte er seinen Anteil am schlussendlichen 4:2-Auswärtssieg. Die Mannschaft ließ es sich nicht nehmen ein „Derbysieger, Derbysieger, hey hey“ anzustimmen und steht nach dieser starken Teamleistung weiterhin auf dem zweiten Platz in der Bezirksliga.